Symposium: Wissenschaft pro Demokratie
Symposium 2026 · Berlin

Wissenschaft
pro Demokratie

OrtBerlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Datum — 06. Oktober 2026, 08:30 Uhr
Anmeldeschluss — 22. September 2026

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen diskutieren Gefährdungen für Wissenschaft und Demokratie und entwickeln Gegenstrategien — von Covid-Desinformation bis zu illiberalen Regierungspolitiken.

Veranstaltungsinfos
Einlass
08:00 Uhr — Einlass und Registrierung
Beginn
08:30 Uhr — Beginn der Veranstaltung
Ende
Ausklang bis 18:00 Uhr
Kapazität
Begrenzte Plätze
Warteliste möglich
Anmeldeschluss
22. September 2026
Mit freundlicher Unterstützung

Warum Wissenschaft Demokratie braucht
— und umgekehrt

Wissenschaft liefert fortlaufend Erkenntnisse, ohne die sichere Lebensbedingungen und weiterer Fortschritt nicht möglich sind. Sie basiert auf Beobachtung, ist ergebnisoffen und transparent. In der offenen Diskussion gewonnener Einsichten treffen sich wissenschaftliche Methode und demokratische Politik. Damit bildet Wissenschaft eine zentrale Grundlage unserer demokratischen Gesellschaft.

Besonders seit der Covid-19-Pandemie erleben wir eine massenhafte Verbreitung von Falschinformationen mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse umzudeuten oder zu negieren. Populistische Kräfte wollen das Vertrauen der Bevölkerung in die Wissenschaft und ihrer Institutionen insgesamt erschüttern. Mit gezielten Attacken gegen einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen diese eingeschüchtert und zum Schweigen gezwungen werden. Diese Angriffe zielen damit auf den Kern unserer demokratischen Gesellschaft. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen wir auf diese Gefahr aufmerksam machen und uns ihr entgegenstellen.

Zielsetzung

Dieses Symposium soll dazu einen Beitrag leisten. Ausgehend von den Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen dar, wo aktuell Gefährdungen bestehen und welche Gegenstrategien möglich sind. Erfahrungsberichte von betroffenen Wissenschaftlerinnen aus anderen Ländern machen die Auswirkungen illiberaler oder autoritärer Regierungspolitiken auf die Wissenschaft konkret sichtbar. Podiumsdiskussionen dienen dem direkten Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Zielpublikum

Folgende Personengruppen und Organisationen will das Symposium ansprechen:

  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • Wissenschaftliche Fachgesellschaften und Beratungsgremien
  • Vertretungen der Wissenschaftsorganisationen
  • Politikerinnen und Politiker
  • Journalistinnen und Journalisten
  • Organisationen der Forschungsförderung und Stiftungen
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen und Interessenvertretungen (z.B. Patientenorganisationen)

Agenda

Bitte beachten Sie, dass sich die Titel der einzelnen Vorträge noch ändern können.
Moderation: Volker Stollorz, Wissenschaftsjournalist und Geschäftsführer des Science Media Center (Köln)

8:30 Uhr
Eröffnung durch das wissenschaftliche Leitungsgremium
  • Grußwort
    Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (angefragt)
8:45 – 10:30 Uhr
Panel I
Covid-Pandemie: ein Beispiel zu Fakten vs. Fake News
  • 08:45 – 09:00
    Die Covid-19 Pandemie: so nah und doch schon fern
    Prof. Dr. Sandra Ciesek, Universitätsmedizin Frankfurt und Goethe Universität Frankfurt
    Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer, Uniklinik Köln
  • 09:05 – 09:20
    Falschinformationen und ihre Folgen auf Station
    Dr. Cihan Çelik, Klinikum Darmstadt
  • 09:25 – 09:40
    Strategische Impfkommunikation im Zeitalter von Fake News
    Prof. Dr. Constanze Rossmann, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 09:45 – 10:30
    Podiumsdiskussion: Covid (Fake) News damals und heute
10:30 – 11:00 Uhr
☕ Kaffeepause
11:00 – 12:45 Uhr
Panel II
Angriffe gegen Wissenschaft & Forschende
  • 11:00 – 11:15
    Warum denken alle, sie hätten recht?
    Dr. Helen Fischer, Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen
  • 11:20 – 11:35
    Wie kann eine demokratische Gesellschaft ihre Vernunft verlieren?
    Prof. Dr. Michael Zürn, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • 11:40 – 11:55
    Erfolgreiche Kommunikation zu Klimafolgenforschung trotz Gegenwind
    Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Potsdam Institute for Climate Impact Research
  • 12:00 – 12:45
    Podiumsdiskussion: Was tun, wenn Fakten nicht mehr überzeugen?
12:45 – 13:45 Uhr
🍽 Mittagspause
13:45 – 14:30 Uhr
Keynote
Gazing into the Crystal Ball: Envisioning the Future of Science and Democracy in the United States
  • Dr. Ina Park, University of California, San Francisco
14:30 – 15:15 Uhr
☕ Kaffeepause
15:15 – 17:00 Uhr
Panel III
Wissenschaft und Demokratie aktiv verteidigen
  • 15:15 – 15:30
    Auswirkungen von (Gesundheits-) Krisen wie der Covid-19 Pandemie auf unsere Demokratie
    Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Leibniz Institut für Friedensforschung, Frankfurt
  • 15:35 – 15:50
    Das illiberale Drehbuch und der Widerstand dagegen
    Prof. Dr. habil. Andrea Peto, DSc Dr.h.c., Central European University in Wien
  • 15:55 – 16:10
    Wissenschaft und Demokratie aktiv verteidigen
    Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, Universität Potsdam
  • 16:10 – 16:55
    Podiumsdiskussion: Gemeinsam wehrhaft gegen Angriffe – was können wir tun?
16:55 – 18:00 Uhr
Abschluss
Abschluss & Ausklang

Sprecherinnen & Sprecher

CC
Cihan Çelik
Arzt
Sektion Pneumologie, Klinikum Darmstadt
CR
Constanze Rossmann
Kommunikationswissenschaftlerin
Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, LMU München
HF
Helen Fischer
Kognitionspsychologin
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen
MZ
Michael Zürn
Politikwissenschaftler
Abteilung Global Governance am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Freie Universität Berlin
SR
Stefan Rahmstorf
Klimaforscher
Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Universität Potsdam
IP
Ina Park
Ärztin
Family Community Medicine, School of Medicine, University of California San Francisco, USA
ND
Nicole Deitelhoff
Politikwissenschaftlerin
Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung und Goethe Universität Frankfurt
AP
Andrea Peto
Historikerin
Department of Gender Studies, Central European University, Wien
FB
Frauke Brosius-Gersdorf
Rechtswissenschaftlerin
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verfassungs- und Sozialrecht, Universität Potsdam
Wissenschaftliche Leitung
Marylyn Addo (Hamburg) · Sandra Ciesek (Frankfurt) · Christian Drosten (Berlin) · Gerd Fätkenheuer (Köln) · Beate Kampmann (Berlin) · Florian Klein (Köln) · Bernd Salzberger (Regensburg) · Jörg Timm (Düsseldorf)
Moderation
Volker Stollorz — Wissenschaftsjournalist und Geschäftsführer, Science Media Center Köln

Jetzt registrieren

⚠ Anmeldeschluss: 22. September 2026

Registrierung

Die Registrierung ist ab sofort geöffnet. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten wird eine frühzeitige Anmeldung dringend empfohlen; eine Warteliste wird eingerichtet.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in fußläufig erreichbaren Hotels Abrufkontingente eingerichtet. Eine Übersicht der Hotels finden Sie nachfolgend. Die entsprechenden Buchungskonditionen zur Reservierung der Zimmer werden mit Zusage der Anmeldung per Email verschickt. Anmeldeschluss: 22. September 2026.

Die Veranstaltung soll unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Medizin, Journalismus und Politik sowie der interessierten Öffentlichkeit zusammenbringen. Ziel ist es, einen vielfältigen und ausgewogenen Austausch zu ermöglichen, in dem verschiedene Standpunkte vertreten sind. Deshalb wird angestrebt, dass die genannten Gruppen unter den Teilnehmenden möglichst ausgewogen repräsentiert sind, um einen fairen und pluralen Dialog zu gewährleisten.

Daher bitten wir Sie, im Folgenden Ihre Berufsgruppenzugehörigkeit anzuzeigen.

Foto- und Videoeinwilligung, Verhaltenskodex

Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung ausschließlich durch das Veranstaltungsmanagement autorisierte Aufnahmen zu Dokumentations- und Öffentlichkeitszwecken (z. B. Webseite, Social Media, Printmaterialien, Berichte) erstellt werden dürfen.

Während des Symposiums sind eigene Foto- und Videoaufnahmen – sowohl privater als auch professioneller Art – nicht gestattet. Dies dient dem Schutz der Persönlichkeitsrechte aller Teilnehmenden sowie der Sicherstellung eines störungsfreien Ablaufs der Veranstaltung.

Mit der Anmeldung versichern alle Teilnehmenden den gegenseitigen respektvollen Umgang. Beleidigungen, persönliche Angriffe und Hassrede werden nicht toleriert.

Foto-, Video- und Interviewanfragen

Anfragen zu Foto- und Videoaufnahmen sowie Interviewanfragen im Rahmen der Veranstaltung sind ausschließlich an das Veranstaltungsmanagement zu richten. Die Vergabe entsprechender Genehmigungen erfolgt zentral durch das Veranstaltungsmanagement.

Kontakt für Anfragen richten Sie bitte an das Veranstaltungsmanagement unter E-Mail: veranstaltung@wpd-symposium.de

Datenschutz

Bitte stimmen Sie der Datenschutzvereinbarung zu. Mit dem Absenden Ihrer Anmeldung bestätigen Sie, dass Sie die Datenschutzvereinbarung gelesen haben und ihr zustimmen.

Anmeldeformular

Ihre Zustimmung ist erforderlich

Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung keine Teilnahmegarantie darstellt. Sofern die Veranstaltung ausgebucht ist, werden Sie auf die Warteliste gesetzt. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Anmeldung eingegangen!

Vielen Dank für Ihre Registrierung zum Symposium Wissenschaft pro Demokratie. Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungs-E-Mail. Wir prüfen Ihre Anmeldung und melden uns mit einer Zu- oder Absage.

Hotelbuchung

Für die Teilnehmenden werden in fußläufig erreichbaren Hotels Abrufkontingente eingerichtet. Pro Hotel stehen jeweils ca. 20–30 Zimmer in unterschiedlichen Kategorien (Preisklassen) zur Verfügung.

Die angegebenen Preise verstehen sich pro Zimmer und Nacht und beinhalten ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Nicht im Preis enthalten ist die Bettensteuer in Höhe von 7,5 % auf den Übernachtungspreis (exklusive Frühstück).

Die Buchung erfolgt eigenständig durch die Teilnehmenden über einen jeweils bereitgestellten Buchungslink unter Verwendung eines spezifischen Reservierungscodes. Die entsprechenden Buchungskonditionen zur Reservierung der Zimmer werden mit Zusage der Anmeldung per Email verschickt.

Die Abrechnung der Übernachtungskosten erfolgt direkt durch die Teilnehmenden vor Ort im jeweiligen Hotel. Es werden ausschließlich die Abrufkontingente bereitgestellt; eine Kostenübernahme durch die Veranstaltenden erfolgt nicht.